Reputationsmanagement – auch im B2B

Das Reputationsmanagement ist nicht nur für B2C relevant

Unternehmen, gleich ob B2C oder B2B, verbrennen in jedem Jahr viel Geld, weil Marketing- und Kommunikationsmaßnahmen nicht fruchten.
Dialoggruppen werden nicht erreicht, die Durchgängigkeit für die Maßnahmen über alle Kanäle fehlt und damit ist die Markenführung nicht optimal.
Letztlich leiden darunter auch die Glaubwürdigkeit und das Image eines Unternehmens- zum Schluss das Vertrauen.

Ein B2B-Unternehmen steht oft vor einer großen Herausforderung: die eigene Marke ist außerhalb der eigenen Branche oft nicht bekannt.
Ich habe bereits mit diversen reinen B2B-Akteuren zu tun gehabt, teilweise mit einem Markt, der nur wirklich wenig Kundenpotenzial birgt – und das zudem oft nur international.
„Wie also soll da ein Reputationsmanagement funktionieren?“ werde ich oft gefragt.

Hier ist dann oft der große Denkfehler zu finden.

Nur, weil ein Unternehmen keine Produkte im B2C verkauft heißt es ja nicht, dass es keine Stakeholderbeziehungen hat, die es aufzubauen und zu pflegen gilt.
Aufbau und Pflege meint z.B. den Einsatz von Social Media, um Transparenz zu schaffen, um den Expertisenstatus zu demonstrieren, um im Zuge des Employer Brandings das Unternehmen für potenzielle neue Arbeitskräfte interessant zu machen – oder um die eigenen Mitarbeiter und deren Arbeit zu wertschätzen.

Reputationsmanagement
„Stakeholder in-ex“ von Grochim – Eigenes Werk

Die Gesellschaft und seine Teilöffentlichkeiten an sich nehmen das Unternehmen als ein solches positiv wahr und wertschätzt es ggf. mehr.
Lieferantenbeziehungen können verbessert werden, wenn das Unternehmen bzgl. des Images und der Reputation positiv wahrgenommen wird.
Kunden sind natürlich immer daran interessiert, dass ein Partnerunternehmen in der Öffentlichkeit positiv gesehen wird.
Bei negativem Image wird auch gerne mal eine Kundenbeziehung beendet.
Gläubiger sind auch im Eigeninteresse bei einer Partnerschaft kulanter, wenn das Unternehmen einmal in Schwierigkeiten kommt.

Nicht zuletzt die internen Stakeholder sind sehr wichtig, denn wie gesagt: die eigenen Mitarbeiter sind das Gold der Firma.
Jeder Unternehmer weiß, wie teuer eine hohe Mitarbeiterfluktuation sein kann.
Hier sei nochmals der Begriff des Employer Brandings in die Runde geworfen.

Die Steigerung der Markenbekanntheit oder das Besetzen von Themenschwerpunkten einer Branche können ein Blog nicht nur rechtfertigen, sondern erfordern ihn nahezu. Es geht dabei um Themen, die für ein Unternehmen, seine Stakeholder und ggf. die gesamte Branche des Unternehmens wichtig und interessant sind.

Hier setzt sich dann die Markenführung konsequent durch und schafft Vertrauen.
Denn wenn kein Vertrauen in ein Unternehmen und/oder Partner besteht, dann brauche ich die Auswirkungen nicht wirklich zu nennen denke ich.

Mit eigenen Social Media Kanälen lässt sich ein Thema mit eigenen Geschichten wesentlich intensiver gestalten und da hat z.B. ein Blog viel mehr Möglichkeiten als ein Facebook-Eintrag.
Auch der Kontakt zu Bloggern mit branchenrelevanten Themen kann eine Menge Positives bewirken – beispielsweise was die Auffindbarkeit in den Suchmaschinen etc. angeht.

Fazit:

Auch für Unternehmen, die im ersten Moment glauben, dass Social Media Arbeit nichts für sie wäre, da sie in einer (B2B-)Nische agieren, sei gesagt: doch, auch ihr habt Riesenvorteile, wenn ihr Social Media einsetzt, da auch Eure Dialoggruppen im Netz und den Social Media Kanälen unterwegs sind. Diese könnt ihr zu positiv eingestellten Fürsprechern machen. Nur so schafft man es ein sinnvolles Reputationsmanagement zu installieren und zu steuern.

Die Gleichung lautet ganz einfach:

Social Media Arbeit = Image + Reputation = Vertrauen = Vorteile in einer Krise

Werbenerv: Werbung nervt also doch nicht nur mich

Werbenerv – schön, dass es auch andere Experten so sehen wie ich.

Man muss Amir Kassaei nicht kennen oder mögen, aber das, was er sagt hat – zumindest für mich – Hand und Fuß.
Wer mich kennt weiß, dass es mir wichtiger ist Vertrauen beim Kunden oder potenziellen Kunden zu gewinnen, als plumpen Werbesprech zu verbreiten.

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