Das kleine Datenmonster – sehr schön!

Eigentlich mag ich Datenmonster nicht so …

… aber hier haben wir ein wirklich interessantes kleines Monster, das uns in die Wohnzimmer und Büros gebracht wird.

Der erste Spieltag ist vorbei und hat uns schöne, traurige, interessante und unerwartete Momente beschert.
Die Bundesliga in der Hermesworld geht über die Emotionen hinaus und hält uns wirklich tolle statistische Schmankerln bereit.

Von den offensichtlichen Dingen wie Aufstellungen und Wechseln, geht es hin zu Passquoten, Foulspielen, usw.
Auf der Startseite werden zudem die Top-Drei unter den Torschützen, Passgebern etc. präsentiert.
Im Grunde die Dinge, die einen Fußballfan wirklich interessieren.

Klasse ist, dass man sich seine eigenen Boards zusammenstellen kann, mit Infos eigens ausgewählter Clubs.

Ich werde sicherlich noch öfter nach den Spieltagen hier vorbeischauen.

Datenmonster

Die Fifa und Urheberrechte

Sie steht vor der Tür, die Fußball-WM 2014 in Brasilien.
Wie in jedem Jahr eines solchen Events sprießen auch die Ambush-Marketer auf den Plan und versuchen in irgendeiner Form am Event teilzuhaben – ohne jedoch Sponsor zu sein.

Im gewissen Maße ist dies verständlich und legitim, aber man sollte nicht über das Ziel hinausschießen.

Vor allem darf man bitte eins nicht vergessen: auch (oder grade?) die Fifa hat für nahezu alle möglichen grafischen Elemente, Logos usw. Marken- und Urheberrechte!

Kurz einige wenige Beispiele, die mir in diesen Tagen über den Weg gelaufen sind.

Tippspiel 1

Tippspiel 2

Tippspiel 3

Sollten diese Firmen und Organisationen tatsächlich Lizenzen durch die Fifa erhalten haben, dann mea culpa – ich habe aber meine Zweifel.
Denn offizielle Sponsoren haben das Recht all diese Dinge zu nutzen und bezahlen eine Menge Geld dafür.

Die Fifa ist bestrebt Abmahnungen voranzutreiben, von daher solltet Ihr immer darauf achten, dass Ihr keine Worte, Logos, Claims usw. inflationär nutzt.
Die Rechte dafür liegen bei der Fifa, einem der größten Verbände der Welt!

Mehr Informationen findet Ihr hier:

Fifa Markenschutz.

Euer Mike

 

 

Amateurvereine – oft untätig, jammernd

Ich weiß, die Überschrift ist spitz und hart formuliert – sie trifft leider nur oft genau den Kern.

Ich spiele ja selbst noch Fußball und habe Kontakt zu vielen Amateurvereinen und/oder deren Funktionären.
Das oft gar nicht beruflicher Natur, sondern weil wir gemeinsam in einer Mannschaft oder gegeneinander spielten, weil man auf einem bestimmten Gelände trainierte, mal zusammen feierte, weil der eigene Nachwuchs dort kickt oder man sonst in irgendeinem Kontakt steht.

Keiner der mir bekannten Vereine kann von sich behaupten, dass er über große Geldreserven verfügt, kann behaupten dass er keine finanziellen Sorgen hätte. Und dennoch scheint es so zu sein, dass die Not noch nicht groß genug ist. Anders kann ich mir die Untätigkeit und Lethargie diverser Vereinsoberer nicht erklären.

Zur Situation: wir haben vor einigen Jahren ein Sponsoring-Projekt für Amateurvereine entwickelt.
Dieses Projekt sollte der Versuch sein einmal etwas Neues auszuprobieren. Somit war von vorneherein klar (und wurde auch so kommuniziert), dass es keine Erfolgsgarantie geben konnte. Wir haben dann seinerzeit schließlich über einen Landesverband knapp 2600 Fußballvereine angeschrieben. Ich habe mit etlichen Vorsitzenden über das Projekt gesprochen, oft mit der Rückmeldung, dass es wirklich ein tolles Konzept wäre und man hoffe, dass es erfolgreich würde.

Sicherlich, es gab – abhängig von verschiedenen Variablen – nicht sehr viel an zu erwartenden Sponsoring-Erlösen, aber als klammer Verein nehme ich doch mit was ich bekommen kann, wenn es anderen Engagements nicht im Weg steht – oder sehe ich das einfach falsch? Da dieses Projekt auf Masse ausgelegt war haben wir auch den Vereinen gesagt, dass die erste Voraussetzung für den Erfolg ist, dass sich viele Vereine dem Projekt anschließen. Das Anschließen erfolgte schriftlich und absolut unverbindlich, es kostete eben nur etwas Zeit die nötigen Formulare auszufüllen.

Und nun dürft Ihr raten wie viele Vereine sich dem Projekt angeschlossen und sich angemeldet haben …

Es waren nicht einmal 90 (!).

Es haben sich damit etwas über 3% aller informierten Verein dazu entschlossen – zumindest an einer Möglichkeit etwas Geld durch Sponsoring zu erhalten – teilzunehmen. Selbst die Clubs, deren Vorstand mir die Ohren vollgejammert haben, dass man so wenig Geld hätte und wie toll es wäre über so ein Projekt Zusatzeinnahmen zu generieren, haben sich nicht mehr gemeldet.

Letztlich mussten wir das Projekt auf Eis legen, weil die Zahl der benötigten Clubs nicht annähernd erreicht und somit das Signal versendet wurde: kein Verein braucht Geld, alle sind zufrieden und benötigen eine solche Möglichkeit nicht.

Wenn Ihr einem Verein angehört oder Sponsoringkonzepte für Vereine entwickelt, dann verratet mir bitte: warum sind so viele Amateurvereine so untätig und dennoch groß im Jammern um ihre Situation?

Ich jedenfalls kann das nicht nachvollziehen.

Euer Mike

Sponsoren suchen – aber nicht ohne vorher die Hausaufgaben zu machen!

Wie Andreas Will in seinem Blog bereits aufschlussreich darstellt, gehören Erfolg und damit verbundene Reichweite zusammen. Nicht aber zwingend erforderlich ist dabei der sportliche Erfolg, das sehe ich ähnlich.
Aber: ich möchte hier die Betonung auf „sportlichen“ Erfolg legen. Denn auch die nicht besonders sportlich erfolgreichen Beispiele von Eddy the Eagle und Co. zeigen, dass sie etwas haben – eine Art von Erfolg, die für die entsprechende Medienreichweite ausreichte und sorgte.

Es ist also wichtig etwas Besonderes zu sein und damit die Aufmerksamkeit der Medien zu erregen, es muss aber nicht das sein, was wir allgemein als „Erfolg“ ansehen würden.
Sei es man ist besonders schlecht – wie Edwards – oder aber man ist ein Club wie der FC St. Pauli, der seine Marketingmaschinerie (zum Leidwesen seiner eingefleischten Fans) genau aus diesem Grunde so aufgebaut und sich positioniert hat:
man ist anders und dieses Anderssein definiert eine Art von Erfolg, die medienwirksam ist.

Will schreibt in seinem Artikel (mir besonders wichtig ist das Fettgeschriebene): „Wer Sponsoren für sich gewinnen möchte, der muss hart dafür arbeiten. Dazu gehört, dass man sich auch im Bereich Sportmarketing, Sponsoring, sowie PR & Öffentlichkeitsarbeit fit macht. Anders geht es leider nicht. Wer möchte, dass Sponsoren eine Leistung erbringen, der muss auch eine adäquate Gegenleistung liefern können. Allerdings stellt sich auch die Frage, wie man sich das nötige Know How erarbeitet um professionelle Sponsoren-Arbeit leisten zu können. Einen guten Trainer für den sportlichen Bereich hat man meistens, aber wer bringt einem bei wie man das Thema Sponsoring anpacken muss? Hier muss Hilfe von außen kommen.“

Selbst wenn man sich externe Berater/Agenturen nicht leisten will, ohne Public Relations geht es nicht, wenn man dazu verdammt ist Geld zu akquirieren.
Es gibt heute im Zuge des Internets so viele Möglichkeiten Reichweite zu generieren, man muss sich nur mit dem Thema auseinandersetzen, Zeit investieren und Ideen entwickeln – ggf. halt einfach mal „anders“ sein.
Letztlich zeigt es einem potenziellen Sponsor, dass man sich Gedanken darüber macht was dem Sponsor als Gegenleistung dienen kann (und man eben nicht nur sein Geld will).

Ich kenne diesen Ausspruch nur zu gut: „Wir brauchen keinen Mehrwert für Sponsoren, wir brauchen Geld.“

Dass das aber der 2. Schritt vor dem 1. ist, das wird fatalerweise oft nie gesehen.

Euer Mike

Mike, was ist eigentlich … heute: Product-linked Sponsoring

Kolarz-Lakenbacher und Reichlin-Meldegg definieren das Sponsoring anhand des Beziehungsstatus‘ von Sponsoren und dem Sponsoringnehmer.

Beim „Product-linked Sponsoring“ gibt es eine enge Beziehung von Produkt und Sponsorship, wie z.B. zwischen einem Ballhersteller und einem Fußballclub.
Beim „Product Image linked Sponsoring“ gibt es eine enge Beziehung von Produktimage und Image des Sponsorships, wie z.B. zwischen einem Hersteller von Gesundheitskost und einem Fitnessstudio.
Beim „Corporate Image linked Sponsoring“ gibt es eine enge Beziehung von Unternehmensimage und Image des Sponsorships, wie z.B. zwischen einem Pharmahersteller und einem Typisierungsverein.
Beim „Non linked Sponsoring“ gibt es keine Beziehung von Produkt/Unternehmen und dem Sponsorship, wie z.B. zwischen einem Windkraftunternehmen und einer Verkehrsschau im Radio.

Euer Mike