Medialer Umgang mit Menschen …

…, die in der Öffentlichkeit stehen.

Das Thema Journalismus – und dort speziell der Boulevard – ist schon immer heiß, wenn es um Prominente geht. Wie weit gehen Paparazzi, welchen Druck bauen die Medien – speziell auch bei Sportlern – auf?

Gestern wurde Bruno Labbadia in Stuttgart entlassen und sein Trainerkollege Christian Streich gibt ihm Deckung gegenüber den Medien.
Ich muss sagen wie er es macht: Respekt. Was er sagt: absolut richtig, so kann und darf es nicht sein.

Christian Streich, Trainer des SC Freiburg, redet Klartext.

Der Sensationsjournalismus nimmt keine Rücksicht auf Menschen und deren Privatsphäre mehr. Ich kann mich sehr gut an den Mordfall Lena in unserem beschaulichen Emden erinnern, als man allerorts davon hörte, dass die Medienvertreter Kindern aus der Nachbarschaft Geld boten, um an Informationen zu gelangen.

Wenn es dann soweit geht, dass Unwahrheiten – oder zumindest Halbwahrheiten und Vermutungen – verbreitet werden, um die nächste Sensation präsentieren zu können, dann hört es auch für mich auf.

Und das ist es wiederum, das meiner Meinung nach in der Zukunft dafür sorgen wird, dass Social Media an Aktualität nie verlieren werden. Immer mehr Menschen wenden sich schon heute von dieser Art des Journalismus ab, sie haben einfach keine Lust mehr darauf, dass man nie weiß ob eine Story wahr oder unwahr ist.

Im Video der Badischen Zeitung kommt mir Herr Streich so etwas von sympathisch rüber, dass man fast Angst darum haben muss, dass er das Haifischbecken Bundesliga mental nicht überstehen könnte.

Und liebe Journalisten und Medienvertreter: denkt bitte immer daran, dass der Fall Enke kein Einzelfall bleiben könnte, wenn Ihr die Prominenten wegen der Quote dermaßen in die Ecke drängt, dass labilen und psychisch angeschlagenen Menschen nur ein solcher Ausweg zu bleiben scheint.

Euer Mike

Fitness- und Fußballtrainer Gecenei Fernandes de Carvalho

Ich muss hier nun einmal Werbung machen – für einen Sportler aus Bielefeld, mit dem ich schon recht lange in Kontakt stehe, den ich aber – Schande über mein Haupt – nie persönlich getroffen habe. Er hat mir immer wieder („günstige“) Spieler aus Brasilien für meinen alten Heimatclub empfohlen, leider hat man das seinerzeit ignoriert.

Nun denn, als ich heute sah, dass er in einem brasilianischen Magazin ganz groß rausgekommen ist, habe ich mich sehr für ihn gefreut.

On Magazin, Brasilien

Wer also nähere Informationen über Gê haben möchte, der besuche seine Seite unter www.fernandessport.de oder seine Seite bei Facebook.

Weiter so, Gê.

Euer Mike

Die Krise des Marketings

… so titelt der „Harvard Business Manager“ in seinem Artikel.

Leider kann ich tatsächlich dort beschriebenen Dinge in vielerlei Hinsicht nur bestätigen.
Ich möchte einige markante Stellen des Artikels kurz heraus- und dazu Stellung nehmen.

Aussage 1:
„Beginnen wir mit einer recht niederschmetternden Feststellung: Das Marketing ist heute in vielen Unternehmen keine treibende Kraft.“

Ja, das ist tatsächlich leider so. Alleine die Vorstellung davon was Marketing ist macht einen manchmal stutzig. Wie oft wird Marketing mit Werbung gleichgesetzt. Wie oft wird der Berater, Unterstützer, *bitte weitere Bezeichnungen selbst einsetzen* als Werbeagentur missverstanden.

Sich Gehör zu verschaffen bei den Unternehmern ist mit einer schwer nachzuvollziehenden Voreingenommenheit wirklich schwer, denn wenn die Antwort auf die Frage „Was machen Sie denn eigentlich?“ etwa Worte wie „Marketing“ oder „Kommunikation“ beinhaltet, dann vielleicht zusätzlich noch die böse Wortfolge „Social Media“ – dann ist es vorbei und man winkt ab. Gerne möchte ich hier ein Zitat von Henry Ford anbringen und jedem Unternehmer, der von Marketingexperten kontaktiert wird, mit auf den Weg geben: „Ich prüfe jedes Angebot. Es könnte das Angebot meines Lebens sein.“

Aussage 2:
„Zwei Drittel der Vorstandsvorsitzenden der größten deutschen Unternehmen sind Naturwissenschaftler, Ingenieure oder Juristen, nur jeder fünfte CEO hat zuvor im Marketing gearbeitet. Und es kommt noch schlimmer: Nur 10 Prozent aller CEOs gaben laut einer Fournaise-Studie an, die Arbeit ihrer Marketingmanager zu schätzen.“

Der erstbeschriebene Sachverhalt ist häufig im Profifußball zu beobachten. Daraus resultieren Dinge, wie sie das „Manager Magazin“ jüngst veröffentlichte, die Bundesliga wird mehr und mehr zu Schuldenfalle, denn auch in den Vorstandsetagen sind kaum Vorsitzende zu finden, die entweder Geschäftsführungs- geschweige denn Marketingerfahrung haben. So ist es dann auch kein Wunder, dass immer mehr Akademiker lieber zu Großkonzernen abwandern, anstatt dem Mittelstand zur Verfügung zu stehen. Das Magazin „Impulse“ stellt fest und kritisiert, dass Firmen mit weniger als 500 Mitarbeitern kaum professionelles Marketing betreiben.

Aussage 3:
„Marketing gilt vielen als sogenannte ‚Bullshit‘-Branche, die die Wahrheit verschleiert und Krempel schmackhaft macht, den niemand braucht.“

Hier zeigt sich, wie wichtig vor allem das Social Media Marketing zukünftig sein wird, in dem man eben NICHTS verschleiern kann und im Zuge des Empfehlungsmarketings nur die Dinge empfohlen werden, die man tatsächlich brauchen kann.

Und damit verbunden die Aussage 4:
„In der Praxis ist wenig zu sehen vom Marketing als Konzept, das sich an den Kundenwünschen ausrichtet und als Beziehungspartner agiert.“

Ich wage, wenn das so aufgefasst wird, die These: Social Media Marketing ist ein Filter für die Zukunft. Diejenigen, die sich an Kundenwünsche ausrichten und den Kunden als Beziehungspartner sehen, werden Social Media Marketing (vorrangig) nutzen und erfolgreich sein.

Alle anderen werden nach und nach Probleme bekommen und vielleicht sogar von der Bildfläche verschwinden.

Euer Mike

 

Das Internet vergisst nie!

Medienkompetenz, ein Schlagwort, das wir immer wieder im Zusammenhang mit dem Social Media Marketing in Unternehmen hören.

  • Sind die involvierten Mitarbeiter mit einer gewissen Medienkompetenz ausgestattet?
  • Sind sie in der Lage Regeln und Guidelines einzuhalten?
  • Sind sie in der deutschen Sprache einigermaßen unfallfrei unterwegs?
  • Schaffen Sie es sachlich, freundlich und kompetent aufzutreten?

In diesem Zusammenhang wird häufig darauf hingewiesen, dass das Internet nie vergisst, quasi nahezu alles Geschriebene auf immer und ewig in den Weiten des Internets verfügbar bleibt.
Wenn dann ein wenig medienkompetenter Mitarbeiter etwas verfasst, das für das Unternehmen nicht gut ist, kann es schon ein wenig Mehraufwand bedeuten diesen Fehler wieder auszubügeln und das google-Ranking zu optimieren.

Medienkompetenz ist aber auch im Zusammenhang mit dem Bewerbungsmanagement ein Thema.
Nicht selten suchen Recruiter der Unternehmen auch im Netz nach den Namen der Bewerber und der Onlinevergangenheit.

Deshalb ist es mit Sicherheit wichtig unseren Kindern mit auf den Weg zu geben: seid vorsichtig mit dem, was Ihr macht – es könnte im Zweifelsfall Eure Zukunft negativ beeinflussen.
Aber ist es wirklich ein Muss als Privatperson allglatt und fehlerfrei im Netz zu agieren, um auf teufel komm raus die persönliche Reputation scheinbar zu wahren?

Meine ehrlich gemeinte Antwort ist: nein.

Ich möchte das mit einem Zitat von Zsa Zsa Gabor erklären:
„Menschen, an denen nichts auszusetzen ist, haben nur einen Fehler: sie sind uninteressant.“

Euer Mike

360-Grad-Fotografie, google business photos

Die so genannte 360-Grad-Fotografie hält immer mehr Einzug.

Hier in Ostfriesland gibt es einen Anbieter, der sich bereits durch Gastronomiekunden einen Namen gemacht hat.
Die Panoramawerkstatt aus Esens liefert Bilder und Panoramen, die einen hohen Mehrwert liefern können – zudem sehr günstig muss ich mal sagen.
Und nein, ich bin KEIN PW-Akquisiteur. 🙂

Beispiel Insel Langeoog: http://www.langeoog-360grad.de/

Wie sehr diese Art der Darstellung aufkommt zeigt, dass nun auch google mit Ihrem google-Business-Photo Service diese Art der  Fotografie aufnimmt und sicherlich die Suchrelevanz früher oder später steigt.
Zwar kann man es nicht verstehen, dass es Voraussetzungen für Fotografen gibt, die unnötig sind (z.B. werden bestimmte Objektive für eine Lizenzierung der Fotografen vorausgesetzt, auch wenn diese bereits mit neueren und besseren Objektiven arbeiten) – aber diese Art der Darstellung ist schon sehr schön und kann vielfältig eingesetzt werden.

Bin gespannt ob wir hier das neue google-My Business der Zukunft sehen.

Euer Mike

360-Grad-Fotografie