Facebook mit Gewinnspielrevolution

Eine Gewinnspielrevolution, alles wird einfacher – aber dennoch nicht alles erlaubt!

Wie Ihr vielleicht bereits mitbekommen habt, hat Facebook seine Richtlinien bei Gewinnspielen geändert.
Ab sofort sind nun Gewinnspiel in Fan-Seiten oder Apps zulässig.
Ich sehe vor meinem geistigen Auge bereits einige von Euch mit aufgerissenen Augen: „Was, es gibt Richtlinien für Gewinnspiele auf Facebook????“

Ja, das wissen viele Unternehmen nicht, dass man (bisher) tatsächlich riskierte abgemahnt oder ganz gelöscht zu werden, wenn man einfach so mal ein Gewinnspiel bei Facebook veranstaltet.
Bislang war es nämlich nicht auf Seiten zulässig, sondern nur über entsprechende Apps.

Aber keine Bange, nun hat es sich ja gelockert. Wie auch das Onlinemagazin „Futurebiz“ schön zusammenfasste, so gibt es weitreichende Änderungen.

Was darf nun gemacht werden?

  1. Es sind Gewinnspiele durch Einträge auf der Pinnwand möglich, z.B. als Kommentar wie: “Schreibe einen Kommentar auf diesen Post und gewinne dies und jenes.”
  2. Die Teilnahme an Gewinnspielen durch Handlungen, wie z.B. das Liken: „Unter allen die diesen Beitrag liken, wird dieses und jenes verlost …”
  3.  Teilnahme durch Fanpage-Nachrichten, wie: „Sendet uns eine Nachricht an die Seite. Unter allen Einsendern wird dieses und jenes verlost …”
    Hier gibt es allerdings eine Einschränkung: die Handlungen müssen auf der Fanpage stattfinden und dürfen nicht auf der persönliche Timeline des Nutzers erfolgen.

Was darf immer noch nicht gemacht werden?

So etwas wie: „Unter allen, die in ihrem Profil dieses und jenes machen, wird dieses und jenes verlost.“

Diese Infografik zeigt, was alles darf und was nicht.

Gewinnspielrevolution

Auch wenn die Zahl der Gewinnspiele damit steigen wird möchte ich Euch dazu raten, dass Ihr eigene Gewinnspiele gut durchdenkt und organisiert, bevor Ihr sie veröffentlicht.
Es wäre doch schade, wenn man nun zu denen gehört, die minderwertigen Werbekram rausballern ohne nachzudenken.

Euer Mike

Social Media und Banken

Ja, das ewige Thema – trauen sich Banken auf die Bühne des Social Webs?
Haben grade Banken als Organisation, zu der man sowieso ein Vertrauensverhältnis benötigt, überhaupt eine Wahl dort NICHT aktiv zu sein?
Ist ob des Bankencrashs nicht so viel Vertrauen verspielt worden, dass man gerade jetzt im Social Web aktiv werden MUSS, um das Vertrauen wieder aufzubauen?

Erinnern wir uns daran, was PR bedeutet und wozu sie nötig ist: Bemühungen zu unterstützen, um über öffentliche Meinungen informiert zu sein und darauf reagieren zu können, um Vertrauen und Verständnis zu werben, um im Krisenfall eine „Schonfrist“ durch gute Reputation/Image zu haben.

Da das Thema immer noch aktuell ist und die Banken ein Engagement noch immer nicht als notwendig anzusehen scheinen, möchte hier einige interessante Ansätze präsentieren. Diese liegen zwar bereits knapp zwei Jahre zurück, aber aus aktuellen eigenen Erfahrungen muss ich sagen, dass sich bis dato nicht wirklich viel an der Zurückhaltung geändert hat.

Viele Banken sind bei Facebook, Twitter und Co. „da“ – aber es erfolgt kaum ein Dialog. Das bestätigt auch eine Untersuchung der Düsseldorfer Keylens AG. Das, so muss ich zugeben, ist allerdings kein bankenspezifisches Problem, diese Situation herrscht bei vielen KMU vor, die „einfach mal mitmachen“ wollen.

Sehr interessant ist zu dem Thema der Artikel „Banken haben Facebook und Twitter für sich entdeckt“.

Rühmliche Ausnahmen bilden auch heute noch die Fidor und die GLS Bank, die die Zeichen der Zeit erkannt haben und voll auf Social Media bauen.
Seht Euch dazu auch gerne das Interview-Video mit Matthias Kröner (Chef der Fidor) an.

Euer Mike

Sponsoren suchen – aber nicht ohne vorher die Hausaufgaben zu machen!

Wie Andreas Will in seinem Blog bereits aufschlussreich darstellt, gehören Erfolg und damit verbundene Reichweite zusammen. Nicht aber zwingend erforderlich ist dabei der sportliche Erfolg, das sehe ich ähnlich.
Aber: ich möchte hier die Betonung auf „sportlichen“ Erfolg legen. Denn auch die nicht besonders sportlich erfolgreichen Beispiele von Eddy the Eagle und Co. zeigen, dass sie etwas haben – eine Art von Erfolg, die für die entsprechende Medienreichweite ausreichte und sorgte.

Es ist also wichtig etwas Besonderes zu sein und damit die Aufmerksamkeit der Medien zu erregen, es muss aber nicht das sein, was wir allgemein als „Erfolg“ ansehen würden.
Sei es man ist besonders schlecht – wie Edwards – oder aber man ist ein Club wie der FC St. Pauli, der seine Marketingmaschinerie (zum Leidwesen seiner eingefleischten Fans) genau aus diesem Grunde so aufgebaut und sich positioniert hat:
man ist anders und dieses Anderssein definiert eine Art von Erfolg, die medienwirksam ist.

Will schreibt in seinem Artikel (mir besonders wichtig ist das Fettgeschriebene): „Wer Sponsoren für sich gewinnen möchte, der muss hart dafür arbeiten. Dazu gehört, dass man sich auch im Bereich Sportmarketing, Sponsoring, sowie PR & Öffentlichkeitsarbeit fit macht. Anders geht es leider nicht. Wer möchte, dass Sponsoren eine Leistung erbringen, der muss auch eine adäquate Gegenleistung liefern können. Allerdings stellt sich auch die Frage, wie man sich das nötige Know How erarbeitet um professionelle Sponsoren-Arbeit leisten zu können. Einen guten Trainer für den sportlichen Bereich hat man meistens, aber wer bringt einem bei wie man das Thema Sponsoring anpacken muss? Hier muss Hilfe von außen kommen.“

Selbst wenn man sich externe Berater/Agenturen nicht leisten will, ohne Public Relations geht es nicht, wenn man dazu verdammt ist Geld zu akquirieren.
Es gibt heute im Zuge des Internets so viele Möglichkeiten Reichweite zu generieren, man muss sich nur mit dem Thema auseinandersetzen, Zeit investieren und Ideen entwickeln – ggf. halt einfach mal „anders“ sein.
Letztlich zeigt es einem potenziellen Sponsor, dass man sich Gedanken darüber macht was dem Sponsor als Gegenleistung dienen kann (und man eben nicht nur sein Geld will).

Ich kenne diesen Ausspruch nur zu gut: „Wir brauchen keinen Mehrwert für Sponsoren, wir brauchen Geld.“

Dass das aber der 2. Schritt vor dem 1. ist, das wird fatalerweise oft nie gesehen.

Euer Mike

Pinterest – sinnvoll für Unternehmen?

Immer wieder sieht man in erstaunte Gesichter, wenn man Leuten erzählt, dass mit knapp 85 Mio. Besuchern pro Monat Pinterest auf Platz 4 der social Networks steht.
Erstaunte Gesichter, weil vielen Pinterest nicht einmal ein Begriff ist oder er je vorher gehört wurde.

Pinterest bietet vielfältige Möglichkeiten, um das eigene Unternehmen interessant zu machen.
Nahezu jedes Unternehmen setzt für sich Bilder und Grafiken ein, um Strukturen, Besitzverhältnisse, Arbeitsweisen usw. darzustellen.

Warum also diese Grafiken und Bilder nicht nutzen, um sie einer social Community bereitzustellen, damit diese die Inhalte bewertet, kommentiert und ggf. weiterempfiehlt und verteilt?
Warum nicht den Vernetzungseffekt für die Suchmaschinen-Indizierung nutzen, um im Ranking attraktiver zu werden?

„Bilder sagen mehr als tausend Worte“ ist das Prinzip bei der Nutzung von Pinterest.
Visuell ansprechende Inhalte wirken oft mehr als Texte, zeigen durch Infografiken Kompetenz und Expertise.

Aber auch hier gilt: ohne Strategie keine Nutzung. Wenn durch Zielgruppen-, Ziel- und Strategiedefinition Pinterest ein interessantes Instrument darstellt, dann sollte auch in diesem Netzwerk strategisch vorgegangen und es entsprechend genutzt werden.

Interessant: Die Agentur zoomcreates hat dafür vier Fragen als Basis gestellt, die man als Unternehmen beantworten sollte, bevor man Pinterest nutzt.

Viel Spaß beim konzipieren.

Euer Mike

Der FC Bayern München – die internationale Top-Marke

Der W&V-Markenschau-Blog hat einen interessanten Artikel zum FC Bayern als Marke veröffentlicht.
Wen die aktuellen Marktwerte der europäischen Spitzenclubs interessiert, der wird hier ebenfalls bei der W&V fündig.

Ein Interview mit Andreas Jung, Vorstandsmitglied für Sponsoring, Markenführung, Neue Medien und Merchandising, bringt interessante Infos.

Ich selbst hatte im letzten Jahr das Vergnügen Herrn Hoeness auf der Veranstaltung eines unserer Kunden im Talk live zu erleben und muss sagen: auch wenn man die Bayern nicht mag – was ja oft auch eine erhebliche Portion Neid beinhaltet – das, was der FC Bayern seit Jahren im Zuge des dualen Erfolgs wirtschaftlich und sportlich leistet ist alle Ehren wert.

Bezogen auf die (Social-) Medianutzung ein interessanter Auszug:

„Der FC Bayern setzt ja bei der Kommunikation nicht mehr nur auf „Bild“, „BamS“ und „Glotze“, sondern auch auf eigene Medien. Wie wichtig ist die direkte Kommunikation mit den Fans?

Unsere clubeigenen Medien sind für uns ein festes Standbein in der Markenstrategie. Und ja, da sind wir schon sehr stark. Unser FCB TV haben wir inzwischen schon in 85 Länder verkauft. Neben unseren täglichen FCB News produzieren wir ein TV-Magazin mit wöchentlich drei Stunden, in die wir auch die Produkte unserer Partner integrieren. Die Sender geben uns eine Ausstrahlungsgarantie.

Wie werden Produkte der Partner integriert?

Durch Einbindung und Nutzung der Produkte unserer Partner in die Berichterstattung werden diese integriert, ohne dass es sich um plakative Werbung handelt.

Wie wichtig sind die sozialen Medien?

Sehr wichtig. Wir haben erkannt, dass sich die Fans immer individueller und auf verschiedenen Wegen abseits der traditionellen Medien über ihren FC Bayern informieren möchten. Das versuchen wir auf verschiedenen Kanälen zu bedienen. Wir haben ja mit MyFCB eine eigene soziale Plattform und sind auf Google Plus, Twitter, Instagram, Facebook und weiteren sozialen Netzwerken vertreten. Allein in China haben wir in den sozialen Netzwerken Sina und Tencent weibo mittlerweile über zwei Millionen User. Die Zahlen sind nach unserer Chinareise im letzten Jahr enorm gestiegen.“

In diesem Sinne, viel Spaß mit der Bundesligasaison 2013/2014.

Euer Mike