Ärzte und Social Media Nutzung

Was sollten Mediziner beachten?

Vor einigen Tagen gab es eine Anfrage in einer Facebook-Gruppe.
Ich muss vorweg sagen, dass ich mit dem Fragenden bereits öfter Diskussionen über die (vermeintliche, es gibt unterschiedliche Auffassungen darüber und das finde ich auch nicht zwingend schlimm) richtige Nutzung von Social Media Plattformen hatte. Dieser User ist einer derjenigen, die der Meinung sind, dass Social Media Plattformen die beste Möglichkeit für Werbung darstellen.

Während ich das schreibe, klappen sich übrigens meine Fußnägel hoch – 1, 2, 3, 4, ……

Wie dem auch sei, die Frage in der Gruppe lautete: was müssen Ärzte beachten?

Neben den „ganz normalen“ Vorschriften für Unternehmen, wie die Einhaltung des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) oder auch Kennzeichnung der Seiten mit Datenschutzerklärung, Impressum etc., gibt es z.B. das Heilmittelwerbegesetz (HWG) und das Arztwerberecht.

Auch die Bundesärztekammern bieten Leitfäden für Ärzte an, wie sich sich im Netz bewegen sollten und dürfen und natürlich befassen sich auch einige Blogs mit dem Thema.

Letztlich sollte sich einfach jeder Arzt diese Fragen stellen – wie eigentlich jeder, der Social Media Plattformen nutzen will:

1. was will ich erreichen

2. wen will ich erreichen

3. wie erreiche ich Punkt 1 und 2 (Strategie)

4. welche Plattformen benötige ich dafür?

Dann werden die ausgewählten Plattformen so eingerichtet, dass sie den rechtlichen Anforderungen für Unternehmen genügen und auf Basis der Strategie (Punkt 3) werden Inhalte generiert.

Ärzte und Patienten, das ist ein Verhältnis von Vertrauen geprägt – der ideale Nährboden für Social Media Arbeit OHNE WERBUNG!
Das zeigt als Arzt Interesse an den Patienten und den Themen, die diese interessieren.
Das zeigt, dass und wie Ihr Euch als Ärzte fortbildet (Ihr seid die Experten, Fachmänner/frauen).
Wenn es um die Darstellung als Chef/Arbeitgeber geht, zeigt, dass Ihr gute Chefs seid und was Ihr für Eure MitarbeiterInnen tut.

Seid tagesaktuell und informiert Eure Patienten über Wartezeiten, Schließung der Praxis, beantwortet Fragen, verweist auf Webseiten etc. – und so vermeidet Ihr nebenbei, dass ggf. zig Leute Euch zu den selben Fragen anrufen.

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